„Ist es, weil ich fremd bin und bleibe?“

„Othello“ eröffnet am 23. September 2021 als fesselnder Krimi die Theatersaison in Nordhorn

 

Nordhorn. Nach dem Corona-bedingtem abrupten Ende der vergangenen Theatersaison 2020/21 öffnet das Kulturreferat der Stadt Nordhorn am Donnerstag, 23.September 2021, um 20 Uhr endlich wieder für das Publikum die Türen des traditionsreichen Konzert- und Theatersaals. Die diesjährige Theater- und Kleinkunstspielzeit wird von der „Shakespeare Company Berlin“ mit der spannungsgeladenen und immer noch aktuellen Tragödie „Othello“ eröffnet.

 

Die „Shakespeare Company“ Berlin hat es sich zum Ziel gesetzt, die Stücke des englischen Dramatikers möglichst volksnah auf die Bühne zu bringen. Soll heißen: leicht verständlich und ohne die eitlen Verfremdungen des Regietheaters. Komödiantisch und musikalisch möchte das Ensemble sein und erarbeitet dazu eigene Übersetzungen streng entlang des Originals. Das ihr das sehr gut gelingt, haben sie dem Nordhorner Publikum in den vergangenen Jahren bereits mehrfach unter frenetischem Beifall zur Schau gestellt. Mit ihrem neuesten Streich, dem „Othello“, einem Meilenstein der Theaterliteratur und eines der klügsten Stücke Shakespeares, liefern sie nun erneut einen Beweis für ihr Können.

 

Shakespeares Stück spielt zu Kriegszeiten: Othello hat es geschafft, er ist ganz oben angekommen in der militärisch-politischen Hierarchie der Imperialmacht Venedig. Er ist gesellschaftlich geächtet und hat mit Desdemona eine einflussreiche Frau. Doch nicht alle sind von seiner Vision einer pluralen Gesellschaft in Venedig begeistert. Der durch Nichtbeförderung gekränkte Jago spinnt ein Netz von Fallstricken, das Othello in den Wahnsinn der Eifersucht treibt und sich das unausweichliche Drama anbahnt…

 

Ein packender Thriller, charakterstarke Figuren im unweigerlichen Sog der menschlichen Katastrophe, getrieben von Liebe und Neid, Hass und Eifersucht. Und mitten in der Gesellschaft der Fremde, erfolgreich in seinem Tun, geachtet und angesehen. Und doch bleibt er der Fremde, jederzeit in Gefahr angefeindet zu werden, Ziel von Vorurteilen und rassistischen Ressentiments. Davon ausgehend wagt sich die „Shakespeare Company Berlin“ an den Transfer dieser 400 Jahre alten Erzählung, die erstaunlich viel mit unserer aktuellen Lebensrealität zu tun hat, angesichts der wieder erstarkten Angst vor dem Fremden in der heutigen Gesellschaft.

 

Mit der eigenen, besonderen Bühnenästhetik werden die Musikalität und Virtuosität der Schauspieler*innen mit Leichtigkeit, rasanten Verwandlungen und emotionaler Intensität in Szene gesetzt. So wird Shakespeare aktuell und direkt erlebbar: Gestern wird Heute, Alt wird Neu, Tragik und Witz spielen zusammen wenn die „Shakespeare Company Berlin“ wie gewohnt als leidenschaftlich spielwütiges Ensemble, das das Publikum auch zutiefst berührt, unterhält und Begeisterung entfachet, im KTS die Bühne erobert. Noch heutiger kann Shakespeare kaum sein!

 

Corona-bedingt findet die die Inszenierung unter Anwendung der 3G-Regel (als „Getestet“ werden nur sogenannten „Bürgertests“ von entsprechenden Teststellen akzeptiert) sowie der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregelungen statt. Der Eintritt erfolgt nur nach Check-Inn mittels Luca-App. Karten für die Inszenierung gibt es ausschließlich über das Kulturreferat der Stadt Nordhorn.

 

Eintritt:

ab 17,00 Euro (Abendkassen-Zuschlag 2 Euro)

Preisnachlass bei Vorlage der GN-Service-Card

 

Veranstalter:

Kulturreferat der Stadt Nordhorn, Telefon (05921) 878 111

 

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