„Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren“

Packender Klassiker „Maria Stuart“ auf Nordhorns Bühne

 

Nordhorn. Das Duell zweier starker Herrscherinnen, die um die Krone des englischen Throns ringen, spielt sich am Montag, den 21. Februar um 20 Uhr, auf der Bühne des Konzert- und Theatersaals Nordhorn ab. Der dramatische Klassiker „Maria Stuart“ wird von der „bremer shakespeare company“ imposant in Szene gesetzt.

 

„Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren“. Es ist Elisabeth, die Königin von England, die sich mit diesen Worten selbst zur Beharrlichkeit bei der Verfolgung eines Ziels mahnt: Der Vernichtung ihrer Konkurrentin Maria Stuart, der Königin von Schottland. Beide Frauen sind von ihrem Selbstverständnis her dazu prädestiniert, als Königin über England zu herrschen. Unterschiedlicher könnten die beiden Rivalinnen jedoch kaum sein: extrovertiert und sinnlich ist die eine, pflichtbewusst und unnahbar die andere. Ihr Konflikt um die Herrschaft ist gleichzeitig ein Kampf zwischen katholischen und protestantischen Kräften, die um die Vorherrschaft auf der Insel ringen. Ihre Welt ist zugleich eine Bühne und ein Gefängnis, denn die Blicke der Welt lassen keinen ihrer Schritte und Handlungen unbeobachtet. In der Welt der beiden Königinnen gibt es kein privates Leben, keine Trennung zwischen innen und außen. Doch das Beharren auf dem rechtmäßigen Anspruch auf die Rolle der Königin und der Einsatz von Manipulation und Zwang ist für beide die einzige Chance, gegen Feinde und falsche Freunde zu bestehen. Der biographische Punkt, an dem sich Maria Stuart und Elisabeth treffen ist der Wendepunkt: Das Todesurteil gegen Maria ist geschrieben und Elisabeth zögert, es zu unterschreiben – zu weitreichend sind die weltpolitischen Folgen!

Gefangen zwischen moralischem Handeln, Authentizität und dem Willen des Volkes pendelt Elisabeth hin und her. Maria hingegen zieht sich mehr und mehr zurück und beginnt, ihr Schicksal zu akzeptieren, denn eins wissen sie ganz genau: Die Zeit spielt gegen beide.

 

Das nun mehr als 200 Jahre alte Trauerspiel von Friedrich Schiller gilt als einer der Klassiker schlechthin für historisch belegte Ereignisse und gibt Stoff für eine herausragende Zuspitzung eines Konfliktes. Schauplatz der Tragödie ist England im 16. Jahrhundert, in welchem die gegensätzlichen Problematiken der Charaktere gegeneinander aufgespielt werden. Regisseurin Petra-Janina Schultz weiß die tragischen Intrigen wirkungsvoll und mit besonderem Nachdruck auf die Bühne zu adaptieren. In den Rollen der starken, aber unversöhnlichen Frauen brillieren Ulrike Knospe als „Elisabeth Tudor,“ die ihre politische Macht mit Abhängigkeit bezahlt, sowie Franziska Mencz als charismatische „Maria Stuart“, die über ihren Stolz zu innerer Freiheit findet. Abgerundet wird das Bühnenquartett durch Michael Meyer und Markus Seuß als wandelbare Alleskönner. Eingebunden in ein ebenso einfaches wie ausdrucksstarkes Bühnenbild mit prächtigen, farbigen Kostümen gelingt es Hanna Zimmermann, diese gegensätzlichen Figuren alleine durch ihre Kostüme zum Leben zu erwecken.

 

Corona-bedingt findet die Vorstellung unter Anwendung der 2G+-Regel statt. Dies bedeutet, dass beim Einlass ein Nachweis über eine Corona-Impfung beziehungsweise über die Genesung von einer Infektion mit dem Virus vorzuweisen ist plus jeweils eines tagesaktuellen negativen Corona-Tests. Die zusätzliche Testpflicht entfällt allerdings, wenn eine Booster-Impfung vorgewiesen werden kann. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren benötigen keinen 2G-Nachweis. Dies gilt auch für Personen, die ein ärztliches Attest vorlegen, dass sie sich aufgrund medizinischer Kontraindikation oder der Teilnahme an einer klinischen Studie nicht impfen lassen dürfen – diese Personen benötigen jedoch den Nachweis eines sogenannten „Bürgertest“, also eines negativen PoC-Antigen-Tests, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Darüber hinaus ist das Tragen einer Maske von FFP 2-Qualität Pflicht ab Betreten des KTS.

Die Kontaktdaten werden zudem beim Einlass von allen Besucher*innen weiterhin digital mit der luca-App erfasst.

Eintritt:

ab 17,00 Euro (Abendkassen-Zuschlag 2 Euro)

Preisnachlass bei Vorlage der GN-Service-Card

 

Karten-Vorverkauf in Nordhorn:

 

VVV-Stadtmarketing Nordhorn (Firnhaberstr. 17, 48529 Nordhorn) Tel. 05921-80390

Reisebüro Richters (Bentheimer Str. 27, 48529 Nordhorn) Tel. 05921-88430

Lufthansa City Center Reisebüro Berndt (Firnhaberstr. 2, 48529 Nordhorn) Tel. 05921-89600

Georgies LP & CD Laden (Stadtring 35, 48527 Nordhorn) Tel. 05921-2930

sowie bei allen weiteren ProTicket-Vorverkaufsstellen in Nordhorn und bundesweit

 

Karten-Vorverkauf per Telefon und Internet:

ProTicket Hotline (0231) 9172290

und unter www.proticket.de

Veranstalter:

Kulturreferat der Stadt Nordhorn, Telefon (05921) 878 111

 

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