20.09.2020 – 17.01.2021 im NINO-Hochbau
„Poesie in Stahl. Weltkulturerbe Völklinger Hütte.
Fotografie von Ferdinand Tesch“

 

Seit Jahrzehnten begleitet Ferdinand Tesch als Fotograf die Lebens- und Arbeitswelten Nordhorns. Seine Aufnahme von den ehemaligen Fabrikanlagen, insbesondere des stillgelegten Povel-Geländes, sind fest ins visuelle Gedächtnis der Stadt eingeschrieben. Ferdinand Tesch zeigt nun im Herbst/Winter 2020 im Stadtmuseum Nordhorn im NINO-Hochbau seine letzte Ausstellung. Sie stellt eine besondere Bilderserie vor: die Völklinger Hütte, damals stillgelegt, heute herausragender Ort europäischer Industriekultur. Wie es zu diesen Aufnahmen kam – Ferdinand Tesch in seinen eigenen Worten:

„In Nordhorn war Povel mein erstes großes Projekt. Ich erhielt die Genehmigung den zum Abriss freigegebenen Betrieb zu fotografieren. Dann kamen Hafenaufnahmen in Emden, Industriefotografie in Chile, Mooraufnahmen in Twist, Porträts von Nordhornern. Warum das Stahlwerk in Völklingen?

Als meine Zeit als Lehrer in Chile anfing, wurde unser Haus vermietet. Wie es der Zufall will an Herrn Thiel, Leiter des ehemaligen Kraftwerks der Völklinger Hütte, der in Nordhorn die Leitung des Kraftwerks bei NINO übernommen hatte. Herr Thiel stellte den Kontakt nach Völklingen her und vermittelte einen Aufenthalt in dem stillgelegten Werk. Die Fotografien entstanden im Januar 1990 bei Schnee, Regen, Kälte und Dunkelheit.“

Die Bilderserie zeigt das Stadtmuseum Nordhorn nun dreißig Jahre nach ihrer Entstehung erstmals der Öffentlichkeit. Die Schwarz-Weiß-Fotografien stellen die imposante Industriebrache in den Mittelpunkt, zeigen die Verlassenheit und Stille, die Schwere des Stahls, aber auch die beindruckenden Höhen der Anlagen und die fast abstrakten Details der Maschinen. Ferdinand Tesch spürte die „Poesie im Stahl“ auf. Nach seiner Gemeinschaftsausstellung 2016 mit Helmut Röh zu den „Nordhorner Köpfen“ im Povelturm kehrt Tesch damit zu seinen Anfängen als Industriefotograf ins Stadtmuseum Nordhorn zurück.

Die Ausstellung wurde gefördert von der Emsländischen Landschaft und ist im NINO-Hochbau, 1.OG links, zu sehen bis zum 17. Januar 2021, Dienstag – Samstag von 14 – 18 Uhr sowie Sonntag 11 – 18 Uhr. Das Stadtmuseum weist darauf hin, dass im Museum derzeit ein Mindestabstand einzuhalten und für die Dauer des Besuchs eine Mundschutzmaske zu tragen ist. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt im Stadtmuseum Nordhorn. Weitere Infos zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen auch unter www.stadtmuseum-nordhorn.de.

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